Nachhaltiges Hotel-Erlebnis

Am Flughafen Zürich öffnete im April mit dem Hyatt Regency Zurich Airport The Circle eines der modernsten Schweizer Hotels die Tore. Die Gebäudeautomation der Sigren Engineering AG sorgt für nachhaltigen Komfort.

Warme Lichttöne, heimeliges Kaminfeuer. Betritt der Gast das Hyatt Regency Zurich Airport The Circle am Zürcher Flughafen, fühlt er sich fast wie zu Hause. Das Ambi­ente verströmt eine wohltuende Entspannt­heit. Die digitale Tafel mit den Ankunfts- und Abflugzeiten der Flieger wirkt wie das Tor zu einer anderen Welt. 

Martin Müller, technischer Leiter des Hau­ses, blickt nicht ohne Stolz zu den LED-Lampen an der Decke: «Das Lichtkonzept soll unseren Gästen sofort ein Gefühl der Geborgenheit und des Willkommenseins vermitteln.» Gleichzeitig sagt er: «So wichtig die Technik in einem modernen Ge-bäude ist, so soll davon möglichst wenig spür- und sichtbar sein.» Mit anderen Wor­ten: Die Gebäudeautomation verrichtet ih­ren Dienst dann am besten, wenn sie nicht wahrgenommen wird – gleichzeitig soll sie Komfort, Energieeffizienz und Funktionalität des Hauses entscheidend steigern.  

Neue Massstäbe im Bereich Nachhaltigkeit

Auch bei der Technik ist nur Premium gut genug – genau wie beim restlichen Service des Hotels. Das gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb, was entscheidend ist. Michael Sturzenegger, Projektleiter der Sigren Engineering AG, eines Unterneh­mens der BKW Building Solutions, sagt dazu: «Durch das System hat das Personal immer den Überblick über alle Funktionen im Hotel. Funktioniert etwas nicht wie vor­gesehen, kann man schnell und effizient einschreiten.» Störungen können sofort nachvollzogen werden. Während man frü­her Baupläne konsultieren und Fehlerquellen in mühsamer Kleinarbeit suchen musste, können nun die Fehlerquellen mit dem SIGEBA-Steuerungssystem per Tablet direkt angesteuert und behoben werden. Die nahtlose Integration aller technischer Anlagen der Raumautomation in einem zentralen Gebäudemanagement­system sorgt dafür, dass möglichst effiziente und ressourcenschonende Abläufe sichergestellt werden. Nur so ist ein Betrieb nach dem LEED-Standard, dem international am weitesten verbreiteten und an­spruchsvollsten Standard für Ökologie und Nachhaltigkeit im Bau- und Immobilien­sektor, möglich.  

Im Zentrum der Gebäudeautomation ste­hen neben der Nutzerfreundlichkeit die Optimierung der Energieeffizienz und der Nachhaltigkeit. Dazu gehört unter anderem, dass zur Toilettenspülung Regenwasser benutzt und die Temperatur durch ein ausgeklügeltes Beschattungssystem reguliert wird; anhand der Informationen der Wet­terstation auf dem Dach senken sich die Storen automatisch. Jedes der Fenster wird dabei einzeln gesteuert. Sechs Monate nach der Eröffnung befindet man sich in allen Bereichen noch in der Phase der Feinjustierung. Sturzenegger: «Wir müssen mindestens vier Jahreszeiten lang Erfahrungen sammeln, um die ideale Abstimmung zu finden.» Modifikationen habe man schon jetzt vorgenommen. Bei­spielsweise sei ein automatischer Sonnen­storen im Frühstücksbereich ausgeschaltet worden, weil die Gäste eine Verdunkelung am Morgen nicht schätzen. 

Modernste Bedingungen für diverse Veranstaltungen

Das Prunkstück des The Circle Convention Center ist die Convention Hall, die – je nach Bestuhlung – Platz für bis zu 1500 Personen bietet und bei Bedarf in drei autonome Bereiche unterteilt werden kann. In ihr kommt die komplexe Beleuchtung beson­ders gut zur Geltung. Auch in den einzelnen Zimmern klappt das Lichtmanagement per­fekt. Durch Sensoren erhält das System die Information, ob sich jemand im Zimmer befindet oder nicht. Ist der Raum leer, wird die Klimaanlage gedrosselt und das Licht ausgeschaltet. Betritt jemand den Raum, werden die Funktionen aktiviert. Wichtig dabei: Der Gast hat stets das letzte Wort und kann die Technik übersteuern. Denn er ist immer König – im ganzen Hotel.